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Natur · 13. September 2022

Top 5 des Herbstes in Arolla

Die schönste Jahreszeit der Alpen, sagen manche. Vor dem ersten Schnee unsere fünf Wege, den Herbst im Val d’Hérens zu geniessen.

Von Patricia · 4 Min. Lesezeit

Goldene Lärchen im Herbst rund um Arolla, vor dem ersten Schnee

Der Herbst – «die schönste Jahreszeit der Alpen», sagen manche. Die Farben steigen langsam herab: von den Rebhängen am Grund des Rhonetals bis zu den Lärchenwäldern der Hochplateaus gewinnt das Gold Woche für Woche an Boden, bevor der erste Schnee fällt. In Arolla, auf 2 070 Metern, ist es eine kurze und kostbare Saison – die Luft wird frischer, das Licht flacher, und der Berg findet nach dem Sommer seine Ruhe zurück. Hier sind unsere fünf liebsten Arten, ihn zu geniessen, alle zu Fuss vom Grand Hôtel & Kurhaus aus.

1. Zum Blauen See wandern

Er ist das Juwel des Val d’Hérens: ein kleiner Bergsee mit türkisfarbenem Wasser, eingebettet in ein Lärchenrund. Nach dem Trubel des Sommers gibt ihm der Herbst seine Stille zurück – weniger Wandernde, und an seinen Ufern kehrt die Ruhe ein. Je nach Wetter und Tageslicht kann das Schauspiel märchenhaft werden: blaues Wasser, kupferne Wälder und der erste Schnee auf den Gipfeln. Ein sanfter Spaziergang, vom Hotel aus erreichbar, und nach wie vor einer unserer liebsten Ausflüge der Saison.

2. Im Kurhauswald spazieren

Man muss nicht weit gehen: Ein Pfad führt direkt vom Hotel weg und hinein in den Wald aus jahrhundertealten Arven und Lärchen, der Arolla seinen Charakter verleiht. Einige Bänke säumen den Weg, dort aufgestellt zum Verweilen – der Wald, der sich golden färbt, die glatten Stämme der Arven und darüber die bereits mit Schnee überzuckerten Gipfel. Es ist der Spaziergang für stille Morgen, in Wanderschuhen zwischen Kaffee und Mittagessen.

3. Eine Brisolée geniessen

Der Walliser Herbst hat sein Ritual: die Brisolée. Es ist ein geselliges Essen aus gerösteten Kastanien, serviert mit Alpkäse, Butter, mitunter Trockenfleisch, und begleitet von den Früchten der Talobstgärten – Äpfel, Birnen, Trauben. Man teilt sie gern unter Freunden, bei einem Glas Most oder neuem Wein. Wer das Wallis noch nicht kennt, kostet so die Saison am besten direkt vom Teller.

4. Die goldenen Lärchenwälder bestaunen

Ab Mitte Oktober kleidet sich Arolla in Gold. Die Lärche ist einer der wenigen Nadelbäume, die ihre Nadeln verlieren: Bevor sie sie fallen lässt, färbt sie sie tiefgelb und lässt ganze Hänge aufleuchten. Am Fuss der Gletscher und unter dem Mont-Collon bieten diese Wälder einige der schönsten Bilder des Jahres – umso eindrücklicher, wenn der erste Schnee die Kontraste schärft. Ein bis zwei Wochen, nicht mehr: Man muss den Moment ergreifen.

5. Wildtiere beobachten

Der Herbst ist auch die Zeit, in der der Berg lebendig wird. Geführte Ausflüge (rando-hérens) ermöglichen es, Hirsche und Gämsen zu beobachten und zu lernen, die Zeichen der Natur im Lauf der Jahreszeiten zu lesen. Es ist die Zeit der Brunft: in der Morgen- und Abenddämmerung hallt der raue Ruf der röhrenden Hirsche durch die Wälder – ein Erlebnis, das man in Ruhe und mit Zurückhaltung geniesst, in Begleitung von jemandem, der das Gelände kennt.

Fünf Erlebnisse, eine Jahreszeit, die man ohne Eile annehmen darf. Vom Hotel aus bricht man morgens zu Fuss auf und kehrt zum Tee im Salon zurück, die Wangen noch frisch von der Höhe. Schreiben Sie uns, um Ihre Herbstauszeit zu planen – wir weisen Ihnen gern die Wege der Saison und die besten Adressen für eine Brisolée.

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