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Natur · 24. Oktober 2021

Herbst in Arolla: der Wald aus Arven und Lärchen

Ab Mitte Oktober wechselt der Wald neben dem Hotel von Gold zu Feuer, bevor der Schnee kommt. Eine kleine Hommage an die Saison, in der Arolla seine schönste Partitur spielt.

Von Patricia · 4 Min. Lesezeit

Verschneiter Gipfel von Arolla, eingerahmt von den Lärchen des Waldes

Die Arve ist der Wahrzeichenbaum von Arolla – sie gab dem Dorf seinen Namen. Die Lärche hingegen ist der Baum des Herbstes in den Walliser Alpen: als einziger Nadelbaum verliert sie ihre Nadeln, doch zuvor färbt sie sie golden, bevor sie fallen. Gemeinsam bilden sie den Wald, der an das Grand Hôtel & Kurhaus grenzt, auf knapp 2 000 Metern. Und jedes Jahr, zur gleichen Stunde, bieten sie eines der schönsten Schauspiele der Saison.

Wenn der Berg die Farbe wechselt

Alles beginnt am Boden. Bei der ersten Kühle färben sich die Heidelbeersträucher, die das Unterholz auskleiden, flammend rot und breiten einen kupfernen Teppich zwischen den Stämmen aus. Dann sind die Kronen an der Reihe: Die Wälder aus Arven und Lärchen kleiden sich in Gold. Die Arve bleibt das ganze Jahr über dunkelgrün; es ist die Lärche, die entflammt – vom zarten Grün über Goldgelb bis zum Bernstein, ehe sie für den Winter kahl steht.

Ab Mitte Oktober spielt sich in Arolla ein einzigartiges Schauspiel ab, bevor der Schnee die goldenen Landschaften bedeckt.

Dieses Zeitfenster ist kurz – höchstens ein paar Wochen. Es öffnet sich um Mitte Oktober und schliesst sich mit dem ersten Schnee, der die Gipfel überzuckert und bald die goldenen Landschaften bedeckt. Gerade diese Vergänglichkeit macht seinen Wert aus: Wer unter den Lärchen geht, weiss, dass nichts von Dauer ist.

Das Gold der Lärchen, das Weiss der Gletscher

Das herbstliche Licht, flacher und weicher, verschärft den Kontrast. Auf der einen Seite das Goldgelb der Lärchen; auf der anderen, bereits, das Weiss des Mont-Collon und der Gletscher von Arolla. Dazwischen das Rot der Heidelbeeren und das tiefe Grün der Arven. Selten ist die Palette des Berges so vollständig wie in diesen wenigen Tagen.

  • Die Arve (Pinus cembra): der Wahrzeichenbaum, das ganze Jahr grün, der über Jahrhunderte leben kann.
  • Die Lärche: der sommergrüne Nadelbaum der Alpen, der sich im Herbst gelb färbt und die Nadeln verliert.
  • Die Heidelbeersträucher im Unterholz: die ersten, die sich verfärben, rot mit den kühlen Nächten.
  • Im Hintergrund: der Mont-Collon und die Gletscher von Arolla, bereits weiss überzuckert.

Ein Wald vor der Tür

Der Arvenwald grenzt unmittelbar an das Grand Hôtel & Kurhaus: Man betritt ihn zu Fuss vom Garten aus, ohne Auto und ohne Transfer. Es ist eine beschauliche, stille Welt, in der man langsam geht, die Kamera in der Hand. Die Fotografen wissen das und kehren jeden Herbst zurück, um dieses Licht einzufangen. Die anderen atmen einfach den Duft von Harz und Nadeln und schauen.

Es ist wohl die schönste Saison, um Arolla zu verstehen. Der Sommer hat seine Blumen und seine Wanderungen; der Winter sein Skifahren und seine verschneite Stille. Doch der Herbst spielt seine schönste Partitur – kurz, intensiv und jedes Jahr neu.

Um diesen Übergang zu erleben, gibt es nichts Besseres als einen Halt im Grand Hôtel & Kurhaus Mitte Oktober: ein paar Tage, um unter den goldenen Lärchen zu wandern, sich im Salon aufzuwärmen und zuzusehen, wie die Gletscher jeden Morgen ein wenig weisser werden.

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